Hervorragende Wasserqualität in Burgpreppach mit Umkehrosmose

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09 Okt Hervorragende Wasserqualität in Burgpreppach mit Umkehrosmose

Nitratsanierung mit Schutzgebiete ohne Wirkung – Umkehrosmose als Lösung zur Nitrat- und Härtereduzierung – Haushalte können auf eigene Enthärtungsanlagen verzichten

„Klein, aber fein“, so beschreibt Bürgermeister Karlheinz Denninger die Marktgemeinde Burgpreppach. Kleine Boutiquen im ruhigen Ortskern, eine lebendige Vereins- und Veranstaltungskultur, geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten wie das Burgpreppacher Wasserschloss oder die verschiedenen Kirchen inmitten der sanften Hügel der umliegenden Hassberge prägen das Ortbild.

Zwei Brunnen versorgen die 1.550 Einwohner der acht Ortsteile mit Trinkwasser. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung der umliegenden Flächen führte im Laufe der Jahre zu einem sehr hohen Nitratgehalt im Trinkwasser. Mit 55 mg/l lag der Wert in der Vergangenheit deutlich über dem in der Trinkwasserverordnung TrinkwV 2001 festgelegten maximalen Grenzwert von 50 mg/l.

Mit einem umfangreichen Nitratsanierungsprogramm und der Ausweitung von Schutzgebieten versuchte die Marktgemeinde in einem ersten Schritt die Nitratbelastung zu reduzieren – ohne nachhaltigen Erfolg. So suchte die Verwaltungsgemeinschaft nach Alternativen und entschied sich für die Trinkwasseraufbereitung über die Umkehrosmose. „Wir haben viel versucht, um Nitratbelastung und Härte unseres Wassers in den Griff zu bekommen. Die Umkehrosmoseanlage war die beste Investition für Burgpreppach seit Jahren. Wir haben jetzt eine hervorragende Wasserqualität in allen Haushalten, die Einwohner sind begeistert“, beschreibt Karlheinz Denninger seine Erfahrungen. Den Auftrag zum Bau der Anlage in einem neuen Aufbereitungsgebäude erhielt die ASANA RO-Wasserbehandlung GmbH aus Hohenburg.

Wirtschaftliche Lösung: Die Umkehrosmose
Das Verfahren der Umkehrosmose (RO) hat sich seit seiner Entwicklung in den 60er Jahren als eine Schlüsseltechnologie der Wasseraufbereitung und -entsalzung etabliert. Umkehrosmoseanlagen eignen sich zur betriebssicheren und wirtschaftlichen Aufbereitung von Rohwasser unterschiedlicher Herkunft. Basierend auf einem durch Druck betriebenen Prozess, der die unterschiedlichen Diffusionsgeschwindigkeiten von Wasser und der darin gelösten Salze und Moleküle nutzt, arbeitet die Umkehrosmose ohne Chemikalien und Regeneration.

Bei der Umkehrosmose wird Rohwasser aus einer Quelle oder einem Brunnen unter Druck durch eine synthetische Polymerfolie (Membran) gepresst. Diese lässt nur das reine Wasser passieren. Gelöste und ungelöste Schadstoffe, Salze und organische Verbindungen können die Membrane nicht durchdringen und werden als sogenanntes Konzentrat als Restwasser ständig aus der Anlage gespült. Die Trennwirkung ist außergewöhnlich hoch. Selbst gelöste Ionen wie Nitrate, Chloride und Sulfate oder Schwermetalle lassen sich in einem Trennschritt nahezu vollständig entfernen. Als Nebeneffekt wird das Wasser enthärtet – für viele Haushalte ein positiver Effekt. Das war auch in Burgpreppach nicht anders. Hier mussten die Einzelhaushalte früher durch eigene Anlagen das Wasser enthärten. Heute können die Bewohner darauf verzichten und sparen sich diese Investition bei besserer Wasserqualität und Schonung der Umwelt durch verringerten Salzeintrag in die Vorfluter. Das ist umwelttechnisch besonders relevant, da aus konventionellen Enthärtungsanlagen jährlich etwa 100.000 t Salz als Abwasser in die Gewässer und die Kanalisationen gelangen.

Funktion und Aufbau der Anlage
Die ASANA®-Umkehrosmose bildet den Kern der gesamten Wasseraufbereitungsanlage in Burgpreppach. Pumpen fördern das Wasser aus den zwei Brunnen in das Aufbereitungsgebäude. Die ASANA-Umkehrosmoseanlage entsalzt 25 m³ Rohwasser pro Stunde und entfernt dabei alle gelösten und ungelösten Stoffe. Die Reinwasserleistung beträgt 19 m³ pro Stunde, nach einer Verschneidung mit unbehandeltem Rohwasser sogar 36 m³. Durch die Verschneidung von Reinwasser und Rohwasser passt sich die Wasserqualität sehr genau an die gewünschten und gesetzlich geforderten Werte an.

Keimfreiheit: hygienisch und sicher
Nach der Verschneidung erfolgt die umweltfreundliche Entkeimung des Mischwassers in einer ASANA UV-Anlage. Diese ist gemäß DVGW W 294 zertifiziert und sorgt für eine sofortige und sichere Inaktivierung von Mikroorganismen, verändert aber nicht den Geruch oder Geschmack des aufbereitenden Wassers. Ultraviolette Strahlung ist hochwirksam gegen pathogene Viren, Bakterien und Einzeller.

Entsäuerung
Im Anschluss wird das Mischwasser im Flachbettbelüfter physikalisch entsäuert und dabei das freie überschüssige Kohlendioxid entfernt. In dieser Phase des Prozesses wird der pH-Wert schließlich auf den für Trinkwasser zugelassenen Wert angehoben, damit das Wasser nicht korrosiv wirkt und die Wasserleitungen beschädigt. Im Anschluss wird das Wasser in einem PE-Tank mit ca. 10 m³ Volumen gespeichert und über zwei Pumpen zum Hochbehälter gefördert. Die Überwachung der gesamten Anlage erfolgt über eine moderne SPS-Steuerung, bei Bedarf kann jederzeit schnell eingegriffen werden und reguliert werden.

Trinkwasser von bester Qualität
Der Vergleich der Werte des Wassers aus den Brunnen mit dem Wasser nach der Aufbereitung zeigt eines deutlich: Die ASANA® – Wasseraufbereitungsanlage hat die Qualität in allen Punkten entscheidend verbessert. Der Nitratwert ist von durchschnittlich 55 mg/l auf etwa 27 mg/l gesunken, die Wasserhärte hat sich halbiert.