Ionentauscher nach Umkehrosmose

RO 120- Umkehrosmose mit Ionentauscher

24 Sep Ionentauscher nach Umkehrosmose

Ionentauscher sind flexibel und ergänzend zu Umkehrosmose einsetzbar. Komplexe und technisch anspruchsvolle Produktionsschritte mit Wasseraufbereitung benötigen höhere Qualität bei der Wasseraufbereitungstechnik.

Anlagen die Umkehrosmose verwenden haben sich etabliert. Reinwasser wird für unterschiedliche Anwendungen erzeugt. Beispielsweise in der Industrie, Gastronomie, Labor und Technik. Die Technik umfasst Bereiche wie, Teilereinigung, Galvanik, Oberflächen- und Lackiertechnik, Reinigung von Gebäuden und Solaranlagen, Heizungsbefüllung, Luftbefeuchtung, Klimaanlagen und Verdampfer.

Vollentsalztes Wasser mit vielen Vorteilen

Umkehrosmose liefert vollentsalztes Wasser. Dies nützt den Anwendern, indem im erzeugten Produkt(wasser) so gut wie keine Salze und Härtebildner mehr enthalten sind. Somit trocknet es bei reinigenden Oberflächen fleckenfrei ab. Es eignet sich ideal für Glasfenster, Glasgeschirr aus Gläserspülmaschinen, Autolack, Autowaschanlagen, Solaranlagen, Teilereinigung und Entfettung. Wir vollentsalztem Wasser eingesetzt, so bilden sich keine Salzrückständen. Diese treten v.a. in Lüftungskanälen, bei der Luftbefeuchtung oder Klimatechnik auf.

Verdampfer oder Verdampfereinheiten werden problemlos damit versorgt. Dies unterstützt gewerbliche Kaffeemaschinen, Brüh- und Garautomaten,  Dampfkesseln (Kesselspeisewasser), um schädliche Rückständen auf den  beheizten Oberflächen zu vermeiden.

Einstufige Membrantechnik reicht nicht aus – Ionentauscher ergänzen

Bereits einstufige Membrantechnik kann, abhängig von der Zusammensetzung von Stadt- oder Brunnenwasser, Restleitfähigkeiten von unter 10 µS/cm erreichen. Der Großteil der Anwendungen ist damit bedient.  Nicht immer genügt jedoch die Qualität des nur mittels Osmose erzeugten, vollentsalzten Wassers. Prozesse in der Halbleitertechnik, die Versorgung von Dampfturbinen, Oberflächenreinigung, Lackierstraßen, Pharmazie, um nur einige zu nennen, benötigen unter Umständen VE-Wasser-Qualitäten von unter 1 µS/cm.

Hier bietet sich gerade bei Umkehrosmose-Anlagen und Umkehrosmosegeräten kleiner und mittlerer Größe die Nachschaltung eines Mischbettionentauschers zur Restentsalzung an.  Dabei wird ein Ionentauscher, Mischbett-Patrone, in den Permeat-Ausgang der Umkehrosmose installiert. Dadurch ist vollentsalztes Wasser mit Restleitwerten von unter 1 µS/cm problemlos realisierbar.

Zweistufig ist wirtschaftlicher

Eine zweistufige Lösung arbeitet, im Gegensatz zu einem reinen Ionentauscher, wesentlich wirtschaftlicher. Die Umkehrosmose entsalzt das Rohwasser in der ersten Stufe bereits auf einen Restsalzgehalt von 1 bis 2 % der ursprünglich im Stadtwasser enthaltenen Salzmenge. Entsprechend klein fällt der nachgeschaltete Ionentauscher in Stufe zwei aus. Dieser benötigt folglich nur 1 bis 2 % des Harzvolumens eines Ionenaustauschers, der direkt in das Stadtwassernetz geschalten ist. Oder andersherum: bei gleicher Größe erhöht sich die Standzeit der Patrone um den Faktor 50 bis 100!

Der Aufwand für die Regeneration des Harzes sinkt folglich drastisch bei gleichzeitig gestiegener Reinwasserqualität. Dies nützt nicht zuletzt auch der Umwelt. Dei der Regeneration werden erhebliche Mengen an Säure und Lauge verbraucht. Welche entsorgt werden müssen.

Ein weiterer Pluspunkt bei zweistufiger Fahrweise besteht darin, dass die Umkehrosmose zusätzlich nicht ionische Partikel, wie organische Verbindungen, Kieselsäure, Kolloide etc. abtrennt, was mit Ionentauscher systembedingt alleine nicht gelingt.