Nitratgehalt verringert, Härte reduziert

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12 Jan Nitratgehalt verringert, Härte reduziert

Markt Triefenstein setzt auf Umkehrosmose

Markt Triefenstein setzt auf Umkehrosmose von ASANA, um damit den Niratgehalt zu verringern und die Härte im Trinkwasser zu reduzieren

• Gefährdung der Bugquelle durch intensive Landwirtschaft
• Nitratgehalt deutlich über dem aktuellen Grenzwert
• Stufenkonzept zur Aufbereitung des Trinkwassers

An der Grenze zwischen dem Freistaat Bayern und Baden-Württemberg liegt im Landkreis Main-Spessart die Gemeinde Markt Triefenstein. Eine eigene Quelle, die Bugquelle, versorgt die rund 1300 Einwohner im Ortsteil Homburg mit frischem Trinkwasser. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und Düngung der umliegenden Flächen stieg der Nitratgehalt im Wasser kontinuierlich auf Spitzenwerte von bis zu 75 mg/l an – erlaubt sind laut Trinkwasserverordnung TrinkwV 2001 allerdings nur maximal 50 mg/l. So prüften die Verantwortlichen unterschiedliche Konzepte wie den Anschluss an eine Fernwasserversorgung. Letztlich entschied sich der Gemeinderat des Marktes Triefenstein für eine Umkehrosmoseanlage. Sie sollte Nitrat und gleichzeitig Härte im Quellwasser reduzieren. Die Anlage ist jederzeit erweiterbar. Daher können auch bei Bedarf andere Ortsteile mit Trinkwasser aus der Bugquelle versorgt werden. Den Auftrag zum Bau der Anlage und zur Integration in das bestehende Pumpwerk bekam die ASANA RO-Wasserbehandlung GmbH aus Hohenburg.

Wirtschaftliche Lösung: Die Umkehrosmose
Das Verfahren der Umkehrosmose (RO) hat sich seit seiner Entwicklung in den 60er Jahren als eine Schlüsseltechnologie der Wasseraufbereitung und -entsalzung etabliert. Umkehrosmoseanlagen eignen sich zur betriebssicheren und wirtschaftlichen Aufbereitung von Rohwasser unterschiedlicher Herkunft. Basierend auf einem durch Druck betriebenen Prozess, der die unterschiedlichen Diffusionsgeschwindigkeiten von Wasser und der darin gelösten Salze und Moleküle nutzt, arbeitet die Umkehrosmose ohne Chemikalien und Regeneration. Bei der Umkehrosmose wird Rohwasser aus einer Quelle unter Druck durch eine synthetische Polymerfolie (Membran) gepresst. Diese lässt nur das reine Wasser passieren. Gelöste und ungelöste Schadstoffe, Salze und organische Verbindungen können die Membrane nicht durchdringen und werden als sogenanntes Konzentrat als Restwasser ständig aus der Anlage gespült. Die Trennwirkung ist außergewöhnlich hoch. Selbst gelöste Ionen wie Chloride oder Sulfate oder Schwermetalle lassen sich in einem Trennschritt nahezu vollständig entfernen.

Modularer Aufbau der Anlage
Die ASANA®-Umkehrosmose bildet den Kern der gesamten Wasseraufbereitungsanlage in Homburg. Vorgeschaltet ist eine Vorfiltration zur Entfernung von jahreszeitlich oder witterungsbedingten Trübungen, nachgeschaltet eine UV-Entkeimung. Zum Prozess: Das Quellwasser fließt im freien Gefälle in den Rohwasserbehälter im Pumpwerk. Mittels einer Vordruckpumpe wird das Rohwasser aus dem Behälter zur Filteranlage gefördert. Hier werden alle Partikel und Trübungen entfernt, die vor allem bei schwierigen Witterungsverhältnissen (Starkregen) und im Frühjahr (Schneeschmelze) in der Quelle auftreten. Die Filteranlage arbeitet mit zwei Vorfiltern für die groben Partikel und zwei Mikrofiltern für Trübungen, Keimanhäufungen und Agglomerate. Die Mikrofiltration hat einen Durchsatz von ca. 26 m³/h. Danach wird ein Teilstrom von ca. 15 m³/h durch die Umkehrosmoseanlage entsalzt. Dem Rohwasser wird ein Härtestabilisator zugefügt, um Ausfällungen auf den Membranen zu verhindern. Es werden alle gelösten und ungelösten Stoffe wie Calcium, Magnesium, Nitrat, Sulfat, die im Rohwasser eventuell vorhandenen Pestizide und organischen Verunreinigungen sowie der zugegebene Härtestabilisator entfernt. Der zweite Teilstrom wird im Bypass an der Umkehrosmoseanlage vorbei zur Verschneideeinrichtung geführt.

Die Mischung macht´s
Das Reinwasser nach der Umkehrosmose ist fast frei von Salzen, Härtebildnern und anderen Bestandteilen. Daher wird zur Einstellung der Wasserqualität das Reinwasser mit dem zweitem Teilstrom Rohwasser gemischt, d.h. verschnitten. Die Verschneidung erfolgt über ein Regelventil und ermöglicht eine sehr genaue Anpassung an die individuell gewünschten und gesetzlich geforderten Werte. Danach wird das Mischwasser im Flachbettbelüfter physikalisch entsäuert. In dieser Phase des Prozesses wird der pH-Wert schließlich auf den für Trinkwasser zugelassenen Wert angehoben, damit das Wasser nicht korrosiv wirkt und die Wasserleitungen beschädigt. Die Calcitlösekapazität am Ausgang des Wasserwerkes darf 5 g/m³ nicht überschreiten. Mit einem pH-Wert von 7,7 wie in Homburg ist dies gewährleistet.

Keimfreiheit garantiert
Ultraviolette Strahlung ist hochwirksam gegen pathogene Viren, Bakterien und Einzeller. Durch den Einsatz von umweltfreundlichem UV-Licht lassen sich mikrobiologische Inaktivierungsraten von 99 Prozent und höher erreichen – ohne schädliche Chemikalien. Das Wasser wird damit gleichermaßen sicher und hygienisch. Die bestehende UV-Anlage im Pumpwerk Homburg wurde durch eine UV-Anlage mit DVGW Zertifizierung ersetzt. Der UV- Anlage ist eine Trübungsmessung vorgeschaltet, die die Einhaltung des vorgeschriebenen Trübungswertes im Trinkwasser überwacht.

High-Tech sorgt für Überblick
Die Überwachung der gesamten Anlage und aller Werte erfolgt über einen Monitor direkt an der Anlage und parallel im Leitstand des Wasserwerkes. Ob Durchflussmenge, Wasserwerte oder Betriebsdrücke, die Techniker haben alles im Blick und können bei Bedarf schnell eingreifen, steuern und regulieren. Bei Störungen werden die Techniker durch Alarmmeldungen informiert.

Trinkwasser von bester Qualität
Durch den Vergleich der Werte des Wassers aus der Bugquelle mit dem Wasser nach der Aufbereitung wird eines deutlich: Die ASANA® – Wasseraufbereitungsanlage hat die Qualität in allen Punkten entscheidend verbessert. Der Nitratwert ist von durchschnittlich 51 mg/l auf etwa 27 mg/l gesunken, die Wasserhärte hat sich halbiert. Die Verbraucher können jetzt auf Enthärtungsanlagen und andere Anlagen an ihren Verbrauchsstellen verzichten.